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10 Punkte woran Du ein gutes Logo erkennst

Das Logo spielt eine essentielle Rolle für das Business. Ein Logo muss durch seine Qualität, Ästhetik, Komplexität, Sinnhaftigkeit und Symbolik sowie Farbgebung binnen weniger Sekunden beim Betrachter im Kopf bleiben und das möglichst lang und positiv. Daher sollte das eigene Logo nicht leichtfertig ausgewählt werden. Doch was macht ein richtig gutes Logo aus?


Bild: Franck V. @franckinjapan (unsplash)

10 Punkte, die bei der Auswahl des richtigen Logos helfen


1. Dein Logo spiegelt die Persönlichkeit Deiner einzigartigen Marke wieder

Dein Logo ist ein Symbol für alles, wofür dein Unternehmen steht. Es sollte daher auf keinen Fall ein Zufallsprodukt sein, weil es dir im Moment "gefällt" oder weil "andere" das auch gerade "so" machen.

Ein derartiges Beispiel ist beispielsweise das Angebot eines Spezialisten für Fotografie-Logos. Für knapp 40 € erhält man als Photograf innerhalb kürzester Zeit ein eigenes Logo. Dabei hat man die Wahl zwischen 4 Stylearten und verfeinert nachher das Ergebnis. Das Resultat ist in jedem Fall ein Logo in Handschriften-Design. Ein Design, das für alle Fotografen da draußen identisch zur Verfügung steht. Hauptsache schnell und billig. So kann auch jeder Hobby-Handy-Knipser alle seine Fotos gleichermaßen mit so einem Profi-Wasserzeichen versehen, welches sich überhaupt nicht mehr von anderen Fotografen unterscheiden. Weil es alle so machen ist es bestimmt genau richtig.

Nun aber mal ernsthaft! Ein gutes Logo beruht auf der Idee, die deine Markenbotschaft transportiert: Deine Vision, Werte, Angebot sollten sich darin widerspiegeln und deine Zielgruppe sich angesprochen fühlen.

Im Idealfall kannst du anhand des Firmenlogos deinen Mitarbeitern, Partnern und Kunden erklären, wofür die Marke steht. Bevor du einen Designer mit der Gestaltung deines Logos beauftragst, solltest du daher die Persönlichkeit deiner Marke klar festlegen.


2. Ein gutes Logo hat Symbolkraft

In einem gut gestalteten Logo steckt eine Botschaft an den Betrachter: Das kann eine Geschichte sein, eine Idee, vielleicht sogar ein Gefühl. Die Wahl der Schrift, die Farben, die Form – jedes Gestaltungselement sollte bewusst ausgewählt sein, um diese Botschaft zu transportieren ohne dabei sich in Details zu verlieren.

Das Apple Logo ist ein gutes Beispiel: Statt eines technischen Logos hat sich Apple für einen angebissenen Apfel entschieden. Der wirkt frisch, sympathisch, gewitzt, einfach und greifbar. Eben das, was Apple-Produkte ausmachen soll.


Bild: Alisina Elyasi @aseelyasi (unsplash)

3. Ein gutes Logo steht über kurzfristigen Trends

Ein Logo und der Aufbau einer Marke ist eine langfristige Investition. Dein Firmenlogo sollte auch in fünf oder zehn Jahren noch funktionieren. Verzichte daher möglichst auf modische Trends und Effekte.

Es ist normal, dass sich ein Logo mit der Zeit weiter entwickelt und somit verändert werden muss. Diese Zeiträume sollten möglichst großzügig sein und die Anpassung aufgrund eines konkreten Anlasses oder Ziels erfolgen.


4. Ein gutes Logo ist in allen Medien einsetzbar

Ein wichtiger technischer Aspekt ist, dass dein Logo in sehr unterschiedlichen Medien einsetzbar sein muss. Heute mehr denn je. Diesen Anforderungen muss ein gutes Logo gerecht werden:


Vierfarbiger Druck (CMYK-Farben)

Broschüren, Flyer und sonstige Werbemittel werden normalerweise vierfarbig gedruckt. Aus den vier Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK) werden alle anderen Farben gemischt. Bei Logos und Firmenfarben hat dies den Nachteil, dass der Farbton bei jedem Druckvorgang um einige Nuancen abweichen kann. Dafür ist dieses Druckverfahren am preiswertesten.


Druck in Sonderfarben (z. B. Pantone, HKS oder RAL)

Die Geschäftsausstattung (Visitenkarten, Briefpapier, Umschläge, etc.) druckt man häufig in Sonderfarben. Hier hat man eine einheitlichere Farbwirkung und man sieht kein Farbraster, wenn man den Druck genau betrachtet. Auch viele Werbemittel wie Kugelschreiber oder Luftballons werden in Sonderfarben wie Pantone, HKS oder RAL bedruckt.


Darstellung des Logos am Bildschirm (RGB-Farben)

Während beim Druck Farbe auf Papier aufgetragen wird, werden am Bildschirm rotes, grünes und blaues Licht gemischt (RGB), um Farbe darzustellen. Am Bildschirm wirkt deine Logo-Farbe daher immer anders, als im Druck. Dein Designer sollte dir aber passende Dateien für beide Einsatzzwecke liefern, damit die Farbigkeit dennoch möglichst ähnlich wirkt.


Schwarz-Weiß (Fax, Stempel)

Faxgeräte sterben langsam aus, aber einen Stempel wirst du möglicherweise früher oder später brauchen. Auch auf farbigem Hintergrund wirkt ein rein weißes oder schwarzes Logo besser als ein farbiges. Achte deshalb darauf, dass dein Logo auch in einer reinen Schwarz-Weiß-Umsetzung noch funktioniert.


XXL- und Miniaturformat (Plakatwand, Kugelschreiber)

Gute Logos müssen sich an jedes Format anpassen lassen. Auf einem Kugelschreiber sollte es immer noch erkennbar sein. Genauso sollte dein Logo aber auch auf einer riesigen Plakatwand noch gestochen scharf abgebildet werden können. Dazu benötigst du Vektor-Daten (eps, ai). Im Gegensatz zu Pixel-Daten lassen sich Vektor-Daten ohne Qualitätsverlust in jeder Größe abbilden und unendlich vergrößern.



5. Ein gutes Logo ist so einfach wie möglich, aber so komplex wie nötig

Das bedeutet, dass ein Logo möglichst minimalistisch gestaltet sein sollte, doch komplex genug um eigenständig und wiedererkennbar zu sein. Alles was darüber hinaus geht, macht dein Logo unnötig komplex und beeinträchtigt den folgenden Punkt:


6. Ein gutes Logo ist einprägsam

Ein Logo sollte sich schnell und möglichst lang einprägen sowie einfach wieder zu erkennen sein. Ein guter Test ist, ob es sich schnell aus dem Gedächtnis nachzeichnen lässt. Diesen Test kannst du beispielsweise mit Freunden einmal ausprobieren - denn das haben auch Apple, BurgerKing, IKEA oder Starbucks gemacht. Das kommt heraus, wenn über 150 Personen ein Logo aus dem Gedächtnis nachzeichnen: Link


Wenn du dir zudem die zeitliche Entwicklung bekannter Markenlogos ansiehst, wirst du feststellen, dass diese oftmals immer weiter auf das Wesentliche reduziert wurden.

Ein gutes Beispiel ist das Starbucks Logo mit der Meerjungfrau. Die ursprüngliche Version war sehr detailliert und nur schwer zu erfassen. Heute ist das Logo noch immer rechte detailreich, doch die lächelnde Nixe ist jetzt leicht wieder zu erkennen.

Bild: Khadeeja Yasser, @k_yasser (unsplash)

7. Ein gutes Logo ist nur der Grundstein eines überzeigenden Markenauftritts

Das Logo ist zwar der Grundstein deines Erscheinungsbildes zu einem überzeugenden Markenauftritt gehört aber noch wesentlich mehr. Viele Unternehmen machen den Fehler, dass sie ihre Werbemittel einzeln gestalten und keine Rücksicht auf das Gesamtbild legen:

Mal steht das Logo rechts unten, mal oben. Bilder werden aus allen möglichen Quellen zusammengetragen und bunt gemischt. Farben und Schriften werden eingesetzt, wie es gerade ins Format passt. Und gedruckt wird dort, wo es gerade am billigsten ist.

Das Fehlen einheitlicher Richtlinien kommt auf Dauer häufig teurer, weil alles von Grund auf neu gestaltet wird. Zu einem professionellen Logo gehört deshalb auch ein Corporate Design Guide:

Hier sind nicht nur Schriften und Farben festgelegt. Es sollte auch Vorlagen für Broschüren, Anzeigen, Geschäftspapiere, Bilderwelt und alles andere enthalten, was im Unternehmen regelmäßig benötigt wird – sogar Vorgaben für die Papiere, auf die gedruckt wird.

Das erfordert initial einen wesentlich höheren Aufwand, rechnet sich jedoch auf Dauer. Zudem ergibt sich ein homogenes Erscheinungsbild, das über alle Medien wiedererkennbar ist. Die Firma präsentiert sich als Einheit – als Marke.


8. Dein Logo macht dich stolz!

Es ist wichtig, dass Sie du nicht nur von deinem Logo, sondern deinem ganzen Unternehmensauftritt begeistert bist. Das Logo mitsamt dem dazugehörigen Corporate Design ist das Aushängeschild deines Unternehmens. So sollte es dir eine Freude sein deine Visitenkarte anderen zu überreichen.

Dein Logo ist nicht nur dafür da, deine Kunden zu überzeugen. Es muss auch dich und deine Mitarbeiter von der gemeinsamen Unternehmung überzeugen.


9. Lass die Finger von (kostenlosen oder kostenpflichtigen) Logo-Generatoren

Wie schon zu Beginn des Artikels erwähnt gibt es wirklich viele automatisierte und generierte Wege ein Logo durch eine KI entwerfen zu lassen. Teilweise kostenfrei. Probier sie gern einmal aus. Du wirst jedoch schnell feststellen, dass die Beispiele allesamt langweilig und sehr identisch aussehen. Im Moment entsprechen sie einem minimalistischen und verspielten Design, das sich an Google orientiert. Ich kann mir jedoch nur schwer vorstellen, dass du dich mit deiner Unternehmung an Google orientierst oder ein ähnliches Angebot anbietest, warum also solltest du so aussehen wollen? Versuche daher kritisch zu hinterfragen, was dich besonders macht und dich vom Rest unterscheidet.


10. Entwickle nicht nur ein Logo – erschaffe (d)eine Marke!

In unserer vernetzten Welt, in der Anbieter per Mausklick verglichen werden können, ist ein professioneller und einzigartiger Auftritt wichtiger denn je. Mache jedoch nicht den Fehler, dich ständig mit "anderen" messen oder vergleichen zu wollen. Du bist einzigartig - habe den Mut das auch zu zeigen! Niemals wären bekannte Marken von heute so groß geworden, wenn sie sich an anderen orientiert hätten. Man muss "sein Ding" finden und tun. Ich unterstütze dich bei diesem Weg!



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